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  • verbessert nachhaltig die Bodenfruchtbarkeit und die Humusbildung
  • speichert Nährstoffe und Mineralien in großen Mengen, weniger Nitrat, Phosphor und Kalium werden ausgewaschen
  • steigert die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens und gibt bei Trockenheit Feuchtigkeit an die Pflanzen ab
  • bietet den Mikroorganismen einen Optimalen Lebensraum und fördert den Kompostier-Prozess (Strukturverbesserung!)
  • lockert den Boden und gibt sandigem Boden Halt
  • bindet langfristig CO2 in der Erde

Es entseht ein nachhaltiger, geruchsarmer und hoch effektiver Bio-Dünger für gesunde und ertragreiche Pflanzen!

 

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Auf des Messers Schneide

Auf des Messers Schneide

Nährstoffmangel und Überversorgung - bei der Pflanzenernährung oft hautnah beieinander

Gartenbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene, über die Grundlagen der Pflanzenernährung
aus Dünger einerseits und aus den unendlichen Resourcen der Böden andererseits.

Hier ein paar der vielen Themen, die in diesem Buch angesprochen werden:

Die Nährstoffversorgung der Pflanze
Das Gesetz des Minimums
Die Nährstoffreserven eines Bodens
Antagonismen und Synergismen bei der Nährstoffaufnahme
Verfügbarkeit von Nährstoffen in natürlichen Böden
Nährstoffmangel und dessen Korrektur
Blattdüngungen, Gartendünger
Regenwürmer & Co. Die Wurzel - Die Nährstoffaufnahme
Bildung stabiler Humusverbindungen die Wirkung der Phytohormone und noch vieles mehr.. 

Johannis-/Stachelbeere

Johannisbeeren

Vegetative Merkmale

Bei den Ribes-Arten handelt es sich um meist laubabwerfende, selten immergrüne (Ribes viburnifolium) oder fast immergrüne (Ribes speciosum) Sträucher, die Wuchshöhen von 1 bis 1,5 Meter erreichen, oder selten kleine Bäume. Wenige Arten leben als Epiphyten. Meist sind Kurz- und Langtriebe ausgebildet. Ein Teil der Arten ist mit Dornen bewehrt. Die Knospen besitzen papierartige bis krautige Schuppen; in ihnen sind die Blätter meist gefaltet. Die wechselständig und spiralig oder selten zu mehreren zusammengefasst, an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist einfach (Ribes speciosum, Ribes viburnifolium), oft drei- bis fünffach gelappt; bei einigen Arten besitzen sie einen auffälligen Geruch. Nebenblätter fehlen meist.

Generative Merkmale

Es werden meist einfache, traubige, fast sitzende doldige oder schirmtraubige Blütenstände gebildet, bei einigen Arten ist der Blütenstand auf ein bis wenige Blüten reduziert. Unter jeder Blüte befinden sich zwei Tragblätter. Blütenstand einer Johannisbeere (Ribes rubrum)
Die Blüten sind zwittrig oder eingeschlechtig; wenn die Blüten eingeschlechtig sind (beispielsweise Ribes diacanthum), dann sind die Pflanzen zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Es ist ein freier Blütenbecher (Hypanthium) vorhanden. Es ist nur ein Kreis mit vier oder fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Die radiärsymmetrischen Blüten sind vier- oder fünfzählig im Grundsatz mit doppelten Perianth. Die vier bis fünf, meist kronblattartigen, grünlichen, weißen, gelben, von rosafarben über rot bis purpurfarbenen Kelchblätter sind untereinander und mit der Basis des Fruchtknotens verwachsen. Die Kelchlappen sind aufrecht oder zurückgebogen. Es sind vier oder fünf grünliche, weiße, gelbe, von rosafarben über rot bis purpurfarbene Kronblätter vorhanden oder sie fehlen bei manchen Arten. Es ist nur der äußere Kreis mit vier bis fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Bei funktional weiblichen Blüten sind die Staubblätter steril. Zwei Fruchtblätter sind zu einem meist unterständigen, selten halbunterständigen, einfächerigen Fruchtknoten verwachsen und enthalten viele Samenanlagen. Bei männlichen Blüten kann ein Gynözeum rudimentär vorhanden sein. Der Griffel ist zweilappig oder sogar bis zur Hälfte seiner Länge zweigeteilt. Es ist ein prominenter, relativ dicker, dunkelroter, purpurfarbener oder gelber Diskus vorhanden, oder er ist prominent und grünlich. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie). Lang- und kurzrüsselige Bienen und Kolibris sind die häufigsten Bestäuber; die Blüten einiger Arten werden von Schmetterlingen besucht.

Pflanzzeit
Pflanzen im Container das ganze Jahr in frostfreiem Boden. Beste Pflanzzeit März – Mai und August – Mitte Oktober


Standort
Sonnig bis halbschattig. Johannis- und Stachelbeeren stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden, gut eignen sich durchlässige, mittelschwere Böden.

Pflanzabstand / Pflanzung
In der Reihe 120 –140 cm, Jostabeeren 150 –200 cm. Pflanzen mit Ballen eine Stunde ins Wasser stellen. Topf entfernen, Wurzelballen im unteren Bereich auseinanderziehen. Eine Grube ausheben, die doppelt so gross ist wie der Wurzelballen. Die ausgehobene Erde mit Kompost vermischen und die Pflanze so setzen, dass die untersten Verzweigungen noch zugedeckt werden. Gut angiessen.

Kulturmassnahmen / Schnitt
Die Pflanzscheibe nach der Pflanzung mit organischem Material abdecken. Beim Anbau als Strauch sollten Johannisbeeren 8 –12 starke Triebe, Stachelbeeren 6 – 8 starke Triebe haben. Ab ca. 3./4. Jahr im Winter die 2 – 3 ältesten (max. 3 Jahre alt) Triebe bodeneben zurückschneiden und durch die 2 – 3 stärksten jungen Bodentriebe ersetzen. Die übrigen jungen Bodentriebe werden ebenfalls bodeneben zurückgeschnitten; dies kann bereits im Sommer noch vor der Ernte erfolgen. Lockere, gut durchlüftete Pflanzen anstreben. Schwarze Johannisbeeren tragen die schönsten Trauben und Beeren am kräftigen 1-jährigen Langtrieb, rote Johannisbeeren und Stachelbeeren am mittelstarken 1-jährigen Seitentrieb. Pflanzen auf Stämmchen werden wie Büsche gepflanzt und gepflegt. Zur Erhöhung der Standfestigkeit die Pflanzen an einen bis in die Krone reichenden Pfahl binden. Pfahllänge ca. 140 cm. Johannis- und Stachelbeeren werden im erwerbsmässigen Anbau meist als Dreiasthecke angebaut.

Düngung
Jährlich im Frühjahr 40 g / m2 Beerendünger im Wurzelbereich breit verteilen und sofort nach der Ernte 20 g / m². Bei Jostabeeren ist keine Düngung notwendig.

Pflanzenschutz
Vorbeugende Massnahmen:
– Anbau wenig krankheitsanfälliger Sorten sowie gesundes Pflanzgut (HÄBERLI® Premium-Pflanzen)
– Sträucher sollten stets locker, durchlüftet aufgebaut bleiben (siehe Kulturmassnahmen)
– Länger anhaltende Trockenheit sowie Staunässe schaden den Sträuchern

Biologische Massnahmen
Blattfallkrankheit
(braun-schwarze Flecken auf dem Laub, dann fällt es ab)
– Altes, abgefallenes Laub entfernen, verbrennen; Pilz überwintert dort.
– Beim ersten Auftreten mit Schachtelhalmbrühe und Brennessel-Jauchegemisch gründlich spritzen
– Bei starkem Auftreten kurz nach der Blüte Kupfermittel spritzen (zweimal im Abstand von 10 –15 Tagen)

Johannisbeer-Gallmilbe
(Knospen rund angeschwollen, vertrocknen im Frühjahr)
– Triebe mit verdickten Knospen ausschneiden und verbrennen.

Stachelbeermehltau
(weiss-grauer Belag überzieht Triebspitzen, evtl. auch Blätter und Früchte)
– Anbau robuster Sorten (HÄBERLI®-Sorten sind weitgehend widerstandsfähig)
– Luftiger Standort und lockerer Pflanzenaufbau fördern schnelles Abtrocknen der Pflanze
– Einkürzen aller Triebspitzen im Winter
– Ständige Bodenbedeckung
– Geringe Stickstoffdüngung

Blattläuse
– Entfernen befallener Triebe
– Stäuben mit feinstvermahlenem Steinmehl
– Wermuttee spritzen
– Im Herbst teilweise auftretende Wurzelläuse verursachen keine Schäden. Pflanzen feucht halten. Flechten
– Abbürsten oder mit Neudorff Vital Rosen- und Pilzschutz spritzen.

Chemische Massnahmen
Aufgrund des Angebotes robuster Sorten kann beim Anbau von HÄBERLI®-Sorten auf chemische Krankheitsund Schädlingsbekämpfung weitgehend verzichtet werden. Auftreten von Stachelbeermehltau mit geeigneten Fungiziden behandeln. Erste Behandlung beim Austrieb, nach 10 –14 Tagen wiederholen