Blumenwiesen

Blütenträume
eine Alternative oder Ergänzung zu Rasenflächen,
in Gärten und auf öffentlichen Grünflächen

Eine Kollektion des Saatguthauses Fleischer in Grünkraut.
Kann es ein schöneres und beruhigenderes Stimmungsbild geben, als eine Wiese, die von Blüten überquillt und sich dieses Bild dazu noch mit fortschreitender Jahreszeit wandelt? Blütenträume sind also kein Begriff aus der Waschmittelwerbung, sondern eine Begriffsfindung aus den Schubladen der Natur. Die Blumenwiese findet ihre Freunde unter den Querdenkern.
Vor dem Genuss steht eine planerische Arbeit, die sich aus Ideensammlung und Knowhow in Bodenkunde, Saattechnik und Bestandspflege zusammenfügt. Im Voraus kann ich Ihnen sagen: Die Sache lohnt sich! Befinden sich die Blüten im Aufblühstadium, so können sich die Nuancen des Blütenfarbspektrums bereits an einem Tage zwischen frühem Morgen und spätem Abend verändern.
Es gibt Saatgutmischungen aus einjährigen, zweijährigen und mehrjährigen Blumenarten. Die einjährigen führen in der Blüte am schnellsten zum Ziel. Ihre Blütenpracht kann bereits sechs Wochen nach der Saat einsetzen. Durch die gezielte Saat von Farbinseln können nicht nur Wellen, sondern ganze Wogen eines Blütenmeeres erzeugt werden. Die zweijährigen blühen ebenfalls bereits im ersten Jahr und überdauern im Pflanzenstadium den ersten Winter. Die mehrjährigen blühen in der Regel erst im zweiten Jahr und werden jährlich kräftiger. Ihr Anfangsstadium ist ein Kümmerdasein. Somit könnte es für manchen ratsam sein eine Mischung aus allen zu erstellen. Nicht zu verwerfen ist aber auch der Gedanke Blühinseln zu säen, die schemenhaft ineinanderfließen. Daraus ist leicht erkennbar, aus wie vielen Komponenten sich der Blütentraum generiert. Komponieren Sie ihre eigenen Farbmischungen. Die Auswahl hierfür finden Gartenfreunde und kommunale Gärtner für die öffentlichen Grünanlagen in den wenigen wirklich guten Saatgutfachgeschäften. Dort werden bis zu 50 verschiedene Mischungen und Rezepte für das Erblühen der Wiesen und Gefühle der Betrachter bereitgehalten. Doch bereits bei der Saat sollten ein paar individuelle Tricks mit eingebaut werden: Die Schnecken hält man am besten aus der Saatfläche fern durch eine Umrandungssaat mit Kerbel. Sie mögen einander nicht . Und eine Einsaat von kleinen Dillinseln lässt das Herbstbild sehr interessant erscheinen.
Die als Blumenwiese vorbestimmte Fläche sollte im Anfangsstadium in der Nährstoffarmut verharren, da sonst konkurrenzstärkere Pflanzen als die Blumen einen Entwicklungsvorsprung bekommen. Die einzusäende Fläche sollte vor der Aussaat von jeglichem Bewuchs befreit sein. Es empfiehlt sich ein 15cm tiefes Umfräsen. Wieder keimender Aufwuchs kann mit einem Herbizid abgespritzt werden. Es verringert unerwünschten Aufwuchs. Nach mittelbezogener Wartezeit kann mit der Aussaat der Blumenwiese begonnen werden. Saatgutmischungen können sich aufgrund ihrer mannigfaltigen Kornstrukturen der einzelnen Arten und Sorte leicht entmischen. Deshalb sollte vor der Saat erneut gemischt werden. Zur Vereinfachung der Aussaat empfiehlt sich das Beimischen von Sand oder wegen der besseren Haftung von kleinen Samenkörnern die Beigabe von Mais- oder Weizengrieß. Damit lässt sich auch die Aussaat besser auf Verteilung kontrollieren und die Gefahr einer versehentlichen Doppelaussaat verringern. Ausgesät wird bei trockenen Bodenverhältnissen, damit das Saatgut nicht an der Walze haftet. Es sollte auf jeden Fall die empfohlene Saatdichte eingehalten werden, da sonst konkurrenzschwache sonnenliebende Arten unterdrückt werden und die gewünschte Artenvielfalt darunter leidet.
Für die Keimphase sind mindestens zwei Wochen mit ausreichender Feuchtigkeit anzusetzen. Und achten Sie vor allen Dingen auf die Vögel: Blumenwiesensamen sind Vogelfutter!
Für die Bestandspflege kann ein selektives herausschneiden abgeblühter Blütenstände von Vorteil sein. Eine zweite Blüte setzt dann bei den mehrjährigen mit nochmaliger Samenproduktion ein.